Allgemeine Medizin FMH
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Sanitätsrettungsdienst
(RDZ) Tel. 144
bei lebensbedrohlichen Notfällen

 

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Warum impfen?

Impfungen sind der einfachste und beste Schutz gegen zahlreiche ansteckende Krankheiten. Je mehr Kinder und Erwachsene (gemäss geltender Vorschriften) geimpft sind, desto seltener treten gefährliche Krankheiten auf. Sogar eine kleine Gruppe von Ungeimpften bleibt dann geschützt. Wenn aber die Mehrheit der Bevölkerung eine Impfung ablehnt, kann es für alle Ungeimpften lebensbedrohlich werden. Das bedeutet: Wer sich und seine Familie impft, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch seine Umgebung: Impfen ist soziales Engagement!

Welche Krankheiten sind gefährlich?

Die folgenden Krankheiten sind sehr gefährlich und enden oftmals sogar tödlich: Diphtherie, Starrkrampf, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hirnhautentzündung und Kehlkopfentzündung, Masern, Mumps, Röteln, Hepatitis B, Haemophilus Influenza! Dagegen helfen Impfungen. Und der menschliche Organismus reagiert auf Impfungen in der Regel frei von Komplikationen.

 
Impfkalender für Erwachsene

Für Erwachsene ist das Befolgen des Impfkalenders sehr einfach. Ihr Plan empfiehlt alle 10 Jahre drei Impfungen:
− gegen Tetanus (Wundstarrkrampf),
− gegen Diphtherie und
− gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung)
Diese drei Impfungen sind in einer Spritze vereint.
 
Wundstarrkrampf (Tetanus)

Der Erreger ist ein Bakterium. Überall kann er vorhanden sein: im Boden, in Dreck oder Schmutz. Über kleinste Verletzungen gelangt er in den Körper. Das Gift dieses Erregers bewirkt Krämpfe und Lähmungen z.B. der Atemmuskulatur. Auch bei der heutigen Intensivmedizin, sind leider nicht alle Erkrankten zu retten.
 
Diphtherie

Diphtherie ist keine Kinderkrankheit. Auch Erwachsene können an Diphtherie erkranken. Der Erreger, ein Bakterium, wird durch Tröpfcheninfektion von Angesteckten und Erkrankten übertragen. Nach etwa drei Tagen bilden sich Beläge im Rachen- und Kehlkopfraum. Das Gift des Erregers kann Muskeln und Nerven schädigen, was bis zum Organversagen und zum Tod führen kann.
 
Kinderlähmung (Poliomyelitis)

Dank der guten Impfdisziplin ist die Kinderlähmung in der Schweiz seit 20 Jahren verschwunden! Durch die Zunahme der Einreisenden aus östlichen und afrikanischen Ländern sowie durch die vermehrte Reiselust der Schweizer in diese Länder können Polioviren wiederum in die Schweiz gelangen und unsere Bevölkerung gefährden!

Polioviren gelangen über die Luft (Tröpfcheninfektion) in unseren Körper. Dringen sie in die Zellen des Nervensystems ein, zerstören sie diese. Lähmungen in verschiedenen Körperregionen sind die Folgen. Die betroffenen Gliedmassen bleiben oftmals ein Leben lang geschwächt oder auch völlig gelähmt. Befällt der Virus die Nerven der Atemmuskulatur, braucht der Patient sogar künstliche Beatmung.
 
Weitere Impfungen als Empfehlung für Erwachsene
Aus ärztlicher Sicht, sind darüber hinaus die folgenden Impfungen zu empfehlen:

Masern-Mumps-Röteln
(Nachholimpfung für alle nicht-immunen Erwachsenen unter 30 Jahren.)

Hepatitis B (Gelbsucht B)
Alle Jugendlichen zwischen 11-15 Jahren, alle beruflich exponierte Personen (Laborpersonal, Ärzte und Krankenschwestern), alle Risikogruppen (iv-Drogenabhängige, Sextouristen), unfallgefährdete Reisende in unterentwickelte Länder (Velotrekking etc.)

Influenza (Grippe)
Risikogruppen (Patienten mit chronischen Herz-Lungenkrankheiten, chronische Stoffwechselstörungen, Nierenfunktionsstörung, Abwehrschwäche), Medizinal- und Pflegepersonal, welche die obigen Patienten betreuen, Personen über 65 Jahre.

Pneumokokken-Erkrankungen
Personen über 65 Jahre, Risikogruppen (Patienten mit chronischen Herz-Lungenkrankheiten, Diabetes mellitus, Nierenfunktionsstörung, HIV-Infektion, verminderte Immunantwort), Säuglinge mit einem Geburtsgewicht von unter 1500 g und Frühgeborene.

Meningokokken-Erkrankung
Personen mit medizinischen und beruflichen Risikofaktoren (gewisse Immundefekte, fehlende Milz resp. Milzfunktion, Laborpersonal mit Expositionsrisiko für Meningokokken); Rekruten, Reisende in ein Endemiegebiet (wo häufig Fälle von Meningokokken-Hirnhautentzündung auftreten), Kinder und deren Betreuerinnen von Kinderkrippen, Kontaktpersonen von Erkrankten

Hepatitis A (Gelbsucht A)
Individualreisende in südliche oder tropische Länder; wird mit der Nahrung aufgenommen!

Zeckenenzephalitis (Hirnentzündung)
Aufenthalt in Endemiegebieten, Reisende (Trekking, Wandern, Pilzsucher, Kinder in Waldkindergärten, Förster und Waldarbeiter, Bauern)
 
Impfkalender für Kinder

Es ist wichtig, die Kinder möglichst früh durch aktives Impfen zu schützen. Am besten bereits bei den ersten Arztbesuchen. Zwar gibt die Mutter dem Säugling natürliche Widerstandskraft in Form von Antikörpern mit, aber diese hält nur wenige Monate an. Dies gilt für gestillte wie auch für nicht gestillte Kinder. Falls eine Impfung verpasst wurde oder mit dem Impfen erst später begonnen wird, erstellt der Hausarzt einen individuellen Impfplan.


Empfohlene routinemässige Schutzimpfungen für Kinder:

(empfohlen von der Schweizerischen Kommission für Impffragen, dem Bundesamt für Gesundheit, den Schweizerischen Gesellschaften für Pädiatrie, Allgemeinmedizin und Prävention und Gesundheitswesen; Stand Januar 2006)
 
Alter

Impfungen

Anmerkungen

Neugeborene

Hepatitis B Tuberkulose Pneumokokken Meningokokken

nur Risikogruppen
nur Risikogruppen nur Risikogruppen nur Risikogruppen
 

2/4/6 Monate

Diphtherie-Starrkrampf-Keuchhusten-Hirnhautentzündung (Hib)-Kinderlähmung
 

Alle, dreimalige Impfung im Abstand von 2 Monaten, 1.-3. Dosis

12 Monate

Masern-Mumps-Röteln
 

Alle, 1. Dosis

15–24 Monate

Diphtherie-
Starrkrampf-Keuchhusten-Hirnhautentzündung (Hib)-Kinderlähmung

Masern-Mumps-Röteln
 

Alle,
Auffrischimpfung
4. Dosis



Alle, 2. Dosis oder Nachholimpfung 1. Dosis
 

4–7 Jahre

Diphtherie-Starrkrampf-Keuchhusten-Kinderlähmung
 

Alle,
Auffrischimpfung
5. Dosis

11–15 Jahre

Diphtherie-Starrkrampf


Hepatitis B

Masern-Mumps-Röteln

Kinderlähmung




Windpockenimpfung

Alle,
Auffrischimpfung
6. Dosis

Alle, 3 Dosen

Nachholimpfung
2. Dosis

Nachholimpfung
5. Dosis falls nicht im Kindergarten-alter geimpft

bei Jugendlichen oder jungen Frauen mit Kinderwunsch ohne durchge-machte Erkrankung 2 Dosen
 

 
Impfberatung für Reisende

Der Hausarzt sorgt für gesunde Traumferien. Er berücksichtigt alle gesundheitlichen Aspekte und steht bei reisemedizinischen Fragen zur Verfügung:

– Impfvorschriften
– Impfempfehlungen
– Reisegesundheitshinweise
– Rezeptausstellung (z.B. für Malariatabletten,
   Cholera-Schluckimpfstoff)
– Ausstellung von Gesundheitszeugnissen, Bescheinigungen,
   Zertifikaten

Vor allem benötigen Reisende in die Tropen eine besondere Reiseapotheke. Auch die Mitnahme von Medikamenten unterliegt gewissen Regelungen. Ein solches Attest wird von einzelnen Ländern (vor allem in Afrika und Südost-Asien) bei der Zollabfertigung gelegentlich verlangt.
 
Ihr Hausarzt informiert Sie über die aktuellen Impfvorschriften, organisiert Ihnen die benötigten Unterlagen und stellt Ihnen einen Impfplan für die empfohlenen Reiseimpfungen auf.

Die empfohlenen Reiseimpfungen können Sie im Rahmen der täglichen Sprechstunden vornehmen lassen.
 
Anmeldung zur Reise-Impfberatung (hier klicken)

Bitte nennen Sie im Formularfeld unter Bemerkungen Ihr Reiseziel und die Aufenthaltsdauer (von/bis). Dann können wir uns auf Ihre Konsultation optimal vorbereiten. Vielen Dank.
 
Weiterführende Links:

www.sichimpfen.ch
www.impfinfo.ch
www.osir.ch
www.sti.unibas.ch